Ein Grüppchen von 25 Knallharten bestandener ehemaliger Alpinisten besammelten sich auf dem Parkplatzareal der GLB in Emmenmatt, bei grusig, kaltem und nassem Wetter zum diesjährigen Muessuppentag. Klar, bei gutem Wetter kann jeder seine Wanderschuhe schnüren und los geht’s. Ganz anders beim heutigen miesen Tag, ein Tag für harte Männer und Frauen.
Gemächlich zogen wir, ausgerüstet mit gutem und weniger gutem Regenschutz, über Blasen, Blasenegg, Gemi zur Buechmatt. Hier erwarteten uns Franz und Hanni Walther mit einem reichhaltigen Apèro. Das Dach der grossen Laube war schon eine Wohltat. Gegen die Kälte durften wir auch in die warme, geräumige Küche eintreten.
Bei Wein, Käse, Brot und Züpfe wurde einem wohl. Als dann noch Kaffee und diverse Kuchen aufgetischt wurden, war einem sogar sauwohl. Wir mochten sogar wieder singen, nicht so schön aber dafür laut. Herzlichen Dank an Hanni und Franz für die sehr gute Bewirtung und die Gast-Freundschaft. Nach reichlich bemessener Zeit am Trockenen, ging es weiter über die Egguriedegg, Waldhäusern Blasenflue 1115 m. Immerhin noch ein Gipfel zum Gratulieren nach altem Alpinistenbrauch und erst noch im Schnee. Wer nicht mitkam, den schönen Aufstieg zu erleben ist selber schuld.
Zurück im Restaurant Waldhäusern mit der schönsten Aussicht, gab es unsere traditionelle Erbsmuessuppe mit Gnagi separat. Die Suppe war wieder einmal nach altem Rezept der Grossmutter hergestellt und nicht aus einem Beutel mit Wasser vermengt. Bravo Suppenköchin. Nach gemütlichem Zusammensein an der angenehmen Wärme, mit Essen, trinken und nur wenig plagieren aus alten guten Zeiten, wo die Aufstiege noch schneller und die Gipfel noch höher waren, verging die Zeit schnell. Der Rückmarsch nahmen wir über Moosegg, Chachuhüsi, Längenbach, Emmenmatt.
Wieder ging ein schöner, gemütlicher Sonntag zu Ende. Ein Muessuppentag, den es vielleicht bald nicht mehr gibt, da die Beteiligung alle Jahre immer schwach und schwächer wird, namentlich von den Teilnehmern der Sektion Emmental.
Langnau, Oktober 2010. Die Organisatoren: Friedli und Aebi