Sonntag 14.3.10
Fröhliche Fahrt auf die Gerstenegg mit der KWO Werkbahn bei schönstem Wetter. Vom Bächlisboden machten wir noch einen kurzen Aufstieg und konnten das erste Pulverhighlight geniessen. In der Bächlitalhütte wurden wir gut bewirtet bei eisigen Temperaturen. Jassen in Mütze und Handschuhen zum aufwärmen. Dann ging der Strom noch ganz aus und wir sassen im Dunkeln.
Montag 15.3.10
Bei Schneegestöber, stürmischem Wind und schlechter Sicht erklommen wir die obere Bächlilücke. Jetzt mussten wir die Ski auf unsere schweren Rucksäcke aufschnallen. So bepackt starteten wir zum Leiterli- und Kettenspiel über die Bächlilücke. Nach einigen tollen Pulverhängen machten wir Bekanntschaft mit den „Chempen" und Wanderwegmarkierungen, die wir mit unseren frisch präparierten Skiern frei legten. Bruno führte uns sicher durch die Steine und den Nebel zur Hütte. Das Hüttenteam war zum Glück am Morgen bei einem Zwischenhoch mit dem Heli eingeflogen und hatte den Eingang und den Weg zum WC-Häuschen frei geschaufelt. Die Kälte hockte aber noch in jeder Ritze der Hütte.
Dienstag 16.3.10
Eigentlich wäre gutes Wetter angesagt gewesen für den heutigen Tag. Wir staunten nicht schlecht über den Schnee und Wind der uns am Morgen um die Nase jagte. Mit dem GPS lotste uns Bruno Richtung Ankebälli. Pünktlich zur Abfahrt riss der Himmel auf und wir konnten die unendlich langen Hänge mit federleichtem Pulverschnee geniessen. In der Hütte erwartete uns der frisch gebackene Früchtekuchen.
Mittwoch 17.3.10
Bei schönstem Wetter fellten wir zum Ewigschneehorn. Fünf Meter Gries und vereiste Platten machten den Gipfelgang zur Expedition. Skidepot war angezeigt, Pickel und Steigeisen gefragt.
Pulver und Kuchen siehe Dienstag
Donnerstag 18.3.10
Das Hangendgletscherhorn bot uns im oberen Teil einen sehr steilen Aufstieg. Bruno fertigte uns eine geniale Aufstiegsspur. Der Gipfelaufstieg forderte wieder alle alpinistischen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen.
Pulver siehe Dienstag, heute Haslichueche
Freitag 19.3.10
Man trifft man sich auf dem Trifthorn. Beim Aufstieg wurden wir von der Sonne richtig gebraten. Der Gipfelsturm war laut Bruno für alle obligatorisch. Die Aussicht war prächtig. Die Abfahrt wollte nicht mehr enden. Konnten wir doch heute bis zum See und seinen imposanten Eisbergen herunter fahren. Der Schnee auf jedem Meter pulvrig. Da nahmen wir den Aufstieg zur Hütte gerne in Kauf.
Wir durften uns in der Gaulihütte während dieser Woche von Susanne und Elsbeth kulinarisch verwöhnen lassen. Ab Dienstag war es in der Hütte auch gemütlich warm.
Samstag 20.3.10
Heute war eine Stunde früher als sonst Tagwache. So sassen wir bereits um 5.00 Uhr beim Frühstück. Viele hatten nicht gut geschlafen. Ob ihnen wohl die steile Abfahrt durch das zerfurchte Couloir auf dem Magen lag? Im Licht der Stirnlampe fuhren wir voll konzentriert und diszipliniert hinter Bruno her. Sturzfrei meisterten wir diese erste Herausforderung. Da der Rosenlauigletscher schlecht eingeschneit und die Nacht zu warm war, nahmen alle Gruppen den Heimweg über die Bächlilücke unter die Füsse. Der erwartete Stau in der Bächlilücke konnte dank perfektem Timing vermieden werden. Der dunkelgraue Himmel hinter uns jagte uns förmlich aus dem Gauli. Hier hiess es noch einmal Skier aufschnallen und anseilen für das Ketten- und Leiternabenteuer. Auf der anderen Seite der Lücke sorgte der Föhn für gutes Wetter. Wir genossen die Schwünge bei gutem Schnee. Erst auf den letzten Höhenmeter vor der Gerstenegg wurde der Schnee schwer und forderte nochmals volle Konzentration.
In Meiringen genossen wir die Sonnenstrahlen in der Gartenwirtschaft. Die TeilnehmerInnen waren alle müde und glücklich nach dieser tollen und sehr anstrengenden Woche. Herzlichen Dank an Bruno und Küsu für die sehr gute Führung und Organisation!
Fotos folgen!