Sonntag 11.4. 2010
Nach und nach findet die Truppe auf der Reise nach St. Luc zusammen. Beim ersten gemeinsamen Abendessen (mit Auswahl unter drei Menus!) stimmen wir uns auf die bevorstehende „Haute Route Impérial“ ein.
Montag 12.4.2010
Das letzte Mal länger schlafen, dagegen hat niemand etwas! Mit langen Tellerliften geht’s in vielen Kurven hoch zur Bella Tola. Vom Corne du Boeuf erleben wir die erste tolle Abfahrt dieser Woche ins Turtmanntal. Der Aufstieg in die Turtmannhütte ist schön und der ungewohnt schwere Rucksack lässt sich auf dem Rücken spüren.
Dienstag 13.4.2010
Hoch geht’s das Gässi mit aufgebundenen Skis hinauf, welches dank gutem Trittschnee schnell überwunden ist. Die anschliessende Kälte auf dem Gletscher lässt uns mit den Zähnen klappern und die Fingerbeeren einfrieren. Doch der herrliche Aufstieg in die Cabane de Tracuit und die wunderbaren Pulverhänge der Tête de Milon entschädigen uns für die erlittenen Qualen.
Mittwoch 14.4.2010
Das Bishorn ist ein gefragter Gipfel: Mit drei anderen Gruppen starten wir im Morgengrauen. Dank dem straffen Zeitprogramm von Fritz stehen wir bei eisigem Wind schon bald auf dem Gipfel. Nach einer Stärkung in der Hütte geht’s über den Col de Milon weiter in die wunderbar gelegene Cabane d’Arpitetta, wo uns als Begrüssung Tee auf der Terrasse serviert wurde.
Donnerstag 15.4.2010
Bevor wir mit dem Aufstieg durch den zerrissenen und imposanten Glacier de Moming starten können, steht uns eine Abfahrt in der Morgendämmerung über Moränen bevor. Schneller als erwartet stehen wir auf dem Blanc de Moming. Der anschliessende Abstieg über den SW Grat mit Steigeisen und viel Neuschnee kostet uns noch einmal Kraft und Energie, bevor wir uns in der Caban du Mountet erholen können.
Freitag 16.4.2010
Wie die Zeit vergeht! Bereits sind wir auf dem Weg in die letzte Hütte dieser Woche: die Schönbielhütte. Über den Col Durand und anschliessendem kurzem Gegenanstieg zum Übergang beim Äbihorn steht uns eine tolle Abfahrt durch die Arbengandegge bevor. Der heisse Zustieg zur Hütte ist die letzte Herausforderung des Tages.
Samstag 17.4.2010
Die ersten Bewegungen im Morgengrauen sind Kurzschwünge zum Ort, wo wir den Aufstieg zur Tête Blanche beginnen. Die Route ist einfach zu finden: Man folge den Holzstecken der Patrouille de Glacier. Dementsprechend viel trainierendes Volk ist unterwegs. Ruhe und Einsamkeit haben wir wieder in der traumhaften grandiosen Abfahrt nach Ferpècle.
Dankeschön
Dank der guten Organisation von Niklaus, der hervorragenden Führung von Fritz und der gut gestimmten Wetterfee erlebten wir eine grandiose Woche mit täglichem Sonnenschein und Pulverschnee.
Merci noch einmal allen Beteiligten für die tolle Tourenwoche, wir waren eine „fägige“ Truppe!
Bericht: Nadia Jaggi